Sportplätze: Plaidt und Saffig unter Top drei

Sportplätze: Plaidt und Saffig unter Top drei

Zuschussanträge: Ausschuss des Landkreises erstellt Bau-Prioritätenliste für 2013 – Bassenheim liegt ganz vorn

Kreis MYK.Bassenheim in der Verbandsgemeinde Weißenthurm darf sich Hoffnungen machen, im kommenden Jahr Zuschüsse für den Bau eines Sportplatzes zu bekommen. Bislang gibt es dort nur eine Sporthalle. Nicht zuletzt deshalb hat der Sportausschuss des Landkreises Mayen-Koblenz das Projekt auf Platz eins der Prioritätenliste für den Antrag auf Zuschüsse beim Land Rheinland-Pfalz gesetzt. Viele weitere Gemeinden werden voraussichtlich leer ausgehen. Ein Fünkchen Hoffnung gibt es auch noch für Plaidt und Saffig

„Leider haben wir in 2012 gar keine Zuschüsse für unsere Sportstätten bekommen“, bedauert Landrat Alexander Saftig (CDU). Denn immer mehr Kommunen mit maroden Fußballplätzen beantragen Gelder beim Landkreis. Die Behörde ist jedoch nicht für die Bewilligung der Zuschüsse zuständig, sondern das Innenministerium. Wird dort die Förderung bewilligt, zahlen Land (40 Prozent) und Kreis (10 Prozent) hinzu. Die verbleibenden 50 Prozent müssen die Gemeinden und Vereine stemmen. Der Sportausschuss legt lediglich die Rangfolge der förderungswürdigen Projekte fest. Gibt es aus einer Verbandsgemeinde mehrere Anträge, wird der zuständige VG-Rat um eine interne Priorisierung gebeten.

Im Haushalt des Landes sind für Zuschüsse zur Förderung von Sportstätten im Jahr 2013 etwas mehr als 9 Millionen Euro veranschlagt. Allerdings muss das Ministerium die Gelder möglichst bedarfsgerecht an 24 Landkreise und 12 kreisfreie Städte verteilen. Ein einziges Projekt kostet meist schon mehrere Hunderttausend Euro.

Der geplante Sportplatz in Bassenheim mit Naturrasen wird mit rund 330 000 Euro veranschlagt. Auf Rang zwei der Liste folgt Plaidt. Die Gemeinde will unter anderem den maroden Naturrasen in einen Kunstrasen umwandeln, was circa 520 000 Euro kosten würde.

Auf dem dritten Platz steht Saffig (ebenfalls VG Pellenz). Dort war ursprünglich der Umbau in einen Kunstrasenplatz inklusive neuer Flutlichtanlage sowie die Sanierung der Umkleideräume und Duschen für etwa 630 000 Euro geplant. Dafür wäre aber der Nachweis von 1800 Spielstunden erforderlich gewesen. Wegen einer neuen Jugendspielgemeinschaft kam der SC Concordia Saffig nicht mehr auf diese Nutzungsstunden. Deshalb wird jetzt ein Naturrasenplatz für rund 495 000 angestrebt.

Saftig geht davon aus, dass 2013 voraussichtlich nur ein Projekt im Kreis vom Land bezuschusst wird. Entsprechend groß dürfte die Enttäuschung bei acht weiteren Gemeinden sein, die es bislang nicht einmal in die Top drei geschafft haben. Die meisten Kommunen wollen heruntergekommene Hartplätze in modernere Anlagen umbauen. Die ortsansässigen Vereine wollen damit konkurrenzfähig bleiben. Wie groß diese Enttäuschung ist, erfuhr Saftig diese Woche in einem Brief aus Spay. Dort hatte die VG den Sportplatz in Rhens priorisiert. „Bitte verschonen Sie uns künftig damit“, beklagt ein Spayer, dies führe nur zu Grabenkämpfen.

Jahresförderplan 2013: Die Rangfolge

Für den Förderplan 2013 hat der Sportausschuss eine Rangfolge für den Landkreis Mayen-Koblenz einstimmig beschlossen: 1. Bau einer Sportplatzanlage mit Naturrasen in Bassenheim (327 000 Euro). 2. Umbau in einen Kunstrasenplatz in Plaidt für etwa 520 000 Euro. 3. Umbau in einen Naturrasenplatz in Saffig und Sanierung (etwa 495 000 Euro). Weitere Gemeinden haben laut Kreisverwaltung ebenfalls Zuschüsse zur Modernisierung ihrer Tennenplätze beantragt, stehen aber auf der Prioritätenliste vorerst hinten an: Kettig, Mayen-Hausen, Rhens, Spay, Waldesch und Ettringen.

Rhein-Zeitung vom Samstag, 15. September 2012, Seite 9