Rückblick – Kreisliga B Mayen

Rückblick – Kreisliga B Mayen

 

Titelrennen in der Kreisliga B Mayen entwickelt sich zum Dreikampf

 

RZ Andernach & Mayen vom Freitag, 28. Dezember 2018:

 

Wie es den Mannschaften der Fußball-Kreisliga B Mayen in der ersten Saisonhälfte ergangen ist, zeigt der folgende Überblick.

 

DJK Plaidt: Mit Tabellenplatz fünf und 29 Punkten nimmt die DJK Plaidt Kurs auf die beste Saison der letzten Jahre. Die Mannschaft von Trainer Andreas Samson konnte sich auf ein treffsicheres Offensiv-Trio in Person von Dominik Mürtz (11 Tore), Martin Paffhausen (11) und Tom Engels (12) verlassen, glänzt aber auch durch ein starkes Kollektiv. Für die verbleibenden acht Partien im neuen Jahr können die DJK-Adler zudem bereits drei Neuzugänge verkünden. Neben Alen Bajrami (TuS Hausen) und Mike Schmidt dürfte dabei vor allem die Verpflichtung des ehemaligen Oberligastürmers Norman Olck für einigen Gesprächsstoff am Plaidter Pommerhof sorgen. DJK-Coach Andreas Samson hat eine klare Zielsetzung: „Da auch einige wichtige Spieler nach Verletzungen zurückkehren, wollen wir uns unter den Top fünf der Liga halten.“

 

SG Niederzissen/Wehr: Mit einem Heimsieg am letzten Spieltag des Jahres hat die neu formierte SG Niederzissen/Wehr den Sprung an die Tabellenspitze geschafft. Mit der besten Defensive und der zweitbesten Offensive grüßt das Team um Spielertrainer Damir Mrkalj vom Platz an der Sonne. Ein Grund für den Erfolg ist die geringe Eingewöhnungszeit der neu zusammengestellten Mannschaft. „Weite Teile haben im Juniorenbereich oder auch sonst schon miteinander gespielt, zudem war die Kameradschaft innerhalb des Teams vom ersten Tag an da“, erklärt Mrkalj, der selbst mit 18 Toren tatkräftig mitgeholfen hat. Die Frage nach einem möglichen Aufstieg beantwortet Mrkalj noch relativ zurückhaltend: „Der Tabellenplatz jetzt ist mehr, als wir erwartet hatten, allerdings wollen wir diesen natürlich so lange wie möglich verteidigen.“

SC Concordia Saffig: Mit einem Punkt Rückstand auf die Ligaspitze und einem weniger absolvierten Spiel hat der SC Concordia Saffig die erste Saisonhälfte beendet. Verschont von größeren Verletzungen, glänzt die Concordia mit einem eingespielten Kollektiv. Trainer Jürgen Kossmann ist selbst ein wenig überrascht, wie stark sich seine Mannschaft bislang zeigt: „Vor der Saison hätten wir den Tabellenplatz und die Punkteausbeute direkt unterschrieben. Wir gehen ohne Aufstiegsdruck in die verbleibenden Spiele, und wenn wir es schaffen, gegen die vermeintlich schwächeren Teams noch konstanter zu punkten, könnte am Ende der große Wurf tatsächlich gelingen.“

SG Maifeld: Noch zwei Spieltage vor Jahresende undenkbar, geht die SG Maifeld lediglich als Drittplatzierter in die Winterpause. Nachdem die Kombinierten aus Polch und Mertloch zwischenzeitlich mit einer beachtlichen Siegesserie die B-Klasse dominiert hatten, verspielte man mit Niederlagen gegen die DJK Plaidt und den SCC Saffig die Tabellenführung. Dennoch sind die Maifelder einer der heißesten Anwärter auf die Meisterschaft, was nicht zuletzt an der Treffsicherheit von Toptorjäger Jan Tullius liegt, der die Liga mit 28 Toren souverän anführt. „Natürlich ärgern die Niederlagen, allerdings waren in diesen Spielen die Ausfälle von einigen Stammkräften nicht zu kompensieren. Trotz allem liegen wir vollkommen im Soll“, gibt sich Lauber optimistisch.

SG Baar/Herresbach: Mit einer langen Verletztenliste hatte die SG Baar/Herresbach in dieser Saison Woche für Woche zu kämpfen, besonders der Ausfall von Mittelfeldstratege Jochen Wagner wiegt schwer. So ganz abgeschrieben hat Trainer Rüdiger Nix die Saison allerdings nicht: „Ettringen hat es in der letzten Spielzeit mit einer Aufholjagd vorgemacht. Wir sind in Vollbesetzung keinesfalls schlechter als die Top drei.“

SG Burgbrohl/Wassenach: Mit einer neu formierten Spielgemeinschaft ist in diesem Jahr die SG Burgbrohl/Wassenach erstmalig am Start. Mit Rang sechs und 26 Punkten dürfte Trainer Thorven Fiedler durchaus zufrieden sein, allerdings verhinderte eine zwischenzeitliche Schwächephase eine bessere Platzierung. „Aus dieser haben wir uns aber in den letzten Wochen vor der Winterpause mit guten Resultaten wieder herausgearbeitet. Die Zusammenführung der beiden Mannschaften lief problemlos und trug sehr schnell erste Früchte. Aus meiner Sicht war die Fusion der absolut richtige Weg“, sagt Fiedler.

SG Langenfeld/Kirchwald: Eine gewohnt solide Saison spielt die SG Langenfeld/Kirchwald. Die Kombinierten aus der Eifel bilden die exakte Mitte der Liga – und genau dort hat Trainer Achim Wingender seine Mannschaft vor der Saison gesehen: „Je sechs Mannschaften stehen über und unter uns. Aufgrund der dünnen und ständig wechselnden Personaldecke ist leider nicht mehr drin.“ Der Ausfall einiger Stammkräfte hat immerhin einigen anderen Spielern zu mehr Einsatzzeiten verholfen. Ein Paradebeispiel nennt Wingender: „Fabian Theisen hat in seinem ersten Seniorenjahr eine sehr gute Entwicklung genommen.“

SG Nettetal Ochtendung: Ebenfalls mit anhaltenden Personalproblemen musste sich in dieser Saison die SG Nettetal Ochtendung auseinandersetzen. Immerhin hat das Team um Trainer Marvin Neideck die nötigen Punkte eingefahren und kann dadurch mit 22 Zählern und Platz acht sorgenfrei auf die noch anstehenden Begegnungen blicken. „Das ist unter anderem auch ein Verdienst der Spieler aus unserer zweiten Mannschaft, die uns beinahe Woche für Woche aushelfen“, meint Neideck, der im Sommer sein Amt bei den Kombinierten aus Ochtendung und Rüber niederlegen wird.

SG Eintracht Mendig/Bell II: Eine Verjüngungskur vollzog die Rheinlandligareserve der SG Eintracht Mendig/Bell im vergangenen Sommer. Mit vielen Nachwuchsakteuren aus der eigenen Jugend sind die Vulkanstädter in die Saison gestartet, welche sich nach eher mäßigen ersten Wochen bestens im Seniorenfußball akklimatisiert haben. Als sicherer Rückhalt für die junge Mannschaft hat sich derweil Torhüter Benjamin Dietz erwiesen. Dietz, der seinen Verbleib für die kommende Spielzeit bereits zugesichert hat, führt die Mannschaft mit seiner Erfahrung und zahlreichen starken Paraden. Den Weg mit Talenten aus dem eigenen Nachwuchsbereich will Trainer Martin Steinsiek stetig weiterverfolgen: „Im Sommer werden erneut einige Jungs dem Juniorenbereich entwachsen. In dieser Saison macht meine Mannschaft einen sehr guten Job.“

Sportfreunde Miesenheim II: Nach einiger Anlaufzeit ist der Aufsteiger Sportfreunde Miesenheim II in seinem ersten Jahr in der B-Klasse angekommen. Mit 15 Zählern und Tabellenplatz zehn konnte sich die Mannschaft aus der Pellenz ein kleines Polster auf die Abstiegsränge erarbeiten. Ein Garant für den Erfolg in den letzten Wochen war Stürmer Roman Bach, der bereits zehn Tore markieren konnte. „Der Beginn war schleppend, allerdings hat man da auch gemerkt, dass uns Roman mit einer Verletzung gefehlt hat. Für uns zählt nur der Klassenerhalt, und da sehe ich uns auf einem guten Weg“, zeigt sich Miesenheims Trainer Ralf Wendel durchaus zufrieden.

TuS Hausen: Aufsteiger TuS Hausen steckt mitten im Abstiegskampf. Zwei Siege und ein Unentschieden konnten die Mayener Vorstädter erst erspielen, gerade auf dem heimischen Hybridrasen konnte die Mannschaft von Trainer Sascha Wingender erst eine einzige Partie für sich entscheiden. Zu allem Überfluss wird Stammkraft Alen Bajrami nach dem Jahreswechsel für den Ligakonkurrenten DJK Plaidt auflaufen.

SG Elztal II: Wieder einmal in akuter Abstiegsgefahr befindet sich die Reserve der SG Elztal. Lediglich sieben Punkte kann das Team um Trainer Gerald Steitz zum Jahreswechsel vorweisen, zudem ist die dünne Personaldecke ein Dauerthema auf der Elztaler Alm. Besonders schmerzhaft ist der verletzungsbedingte Ausfall von Routinier und Mittelfeldmotor Frederik Steffens, der in dieser Spielzeit noch keine einzige Partie von Beginn an absolvieren konnte. „Wir haben Probleme mit der Konstanz. Es reicht nicht, wenn wir nur in gewissen Spielphasen unsere Leistung abrufen können“, sagt Steitz.

FC Alemannia Plaidt II: Die Rote Laterne der Liga hat die Zweitvertretung des FC Alemannia Plaidt inne. Die Mannschaft von Trainer René Gratzki hat jedoch nur einen Zähler Rückstand auf das rettende Ufer und ist zudem in Verhandlungen mit potenziellen Neuzugängen. Am Pommerhof hat man sich sicherlich ein wenig mehr als die sechs gesammelten Punkte erhofft, so ganz unerwartet kommen die Probleme für Gratzki jedoch nicht: „Wir haben im Sommer zahlreiche Jungs aus der A-Jugend übernommen, die ihre Zeit brauchen, um in der Liga und im Seniorenbereich anzukommen. Wir lassen uns auf unserem Weg aber nicht beirren und haben vollstes Vertrauen in die Mannschaft.“